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Der Kommandant der US-Raumfähre Endeavour, Robert Cabana, und sein russischer Kollege Sergej Krikalew haben als erste Menschen die Internationale Raumstation ISS betreten. Der "erste offizielle Akt" der beiden war, das Licht anzuknipsen.
Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mitteilte, seien die beiden Astronauten um 20.55 Uhr (MEZ) gleichzeitig in das Modul "Unity" eingestiegen. Zuvor sei der atmosphärische Druck zwischen "Unity" und dem Korridor ausgeglichen worden, der das Modul noch mit der Raumfähre verbindet. Später sollten die Raumfahrer auch die Klappe zum russischen Modul "Sarja" öffnen, das als erstes Element der ISS im November ins All geschossen worden war. Die ersten Bilder aus der ISS zeigten Cabana und Krikalew, wie sie in dem Verbindungsmodul schwebten.
In den vergangenen Tagen hatten die beiden Astronauten Jerry Ross und Jim Newman drei Weltraumspaziergänge unternommen, bei denen sie "Unity" und "Sarja" mit Kabeln und Leitungen verbanden. Seit Dienstag funktioniert auch die Heizung: Im "Embryo" der ISS herrschen 20 Grad Celsius. Bisher verläuft laut Nasa auf der ISS alles reibungslos. In der kommenden Woche werden die Astronauten eine bereits funktionierende Raumstation hinterlassen.
Im Sommer nächsten Jahres sollen Unity und Sarja durch ein drittes Element erweitert werden. Bei weiteren Raumflügen sollen bis zum Jahr 2004 insgesamt mehr als hundert Bauteile montiert werden. Die fertige Station wird mit der Größe eines Fußballfeldes und einem Gewicht von rund 500 Tonnen die größte von Menschenhand geschaffene Struktur im All sein. Sie soll dann wissenschaftliche Laboratorien beherbergen und ständig von sechs bis sieben Astronauten bewohnt werden. Am Bau der ISS beteiligen sich insgesamt 15 Länder, darunter auch Deutschland.