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Jeden Tag prallen im Universum gewaltige Massen aufeinander, doch wo sind dabei die Schockwellen, die eigentlich entstehen?
Astrophysiker haben nun Spuren solcher Crashs entdeckt und glauben einen Teilchenbeschleuniger entdeckt zu haben.
Doch manchmal hinterlassen auch die größten Crashs keine direkten Spuren, dabei sollte es doch so etwas geben, wenn bei Räumen aus großer Leere Gas auf Galaxiehaufen stößt, die Geschwindigkeit dieser Objekte kann durchaus mehrere Tausende Kilometer pro Sekunde erreichen, würden diese nun auf Materie treffen, müsste es gigantische Schockwellen geben, laut der uns bekannten Physik.
Wissenschaftler berichten erstmals von einer Messung, die eine Schockwelle darstellen könnte:
Zwei kleinere Sternensysteme stürzen hier in einen gewaltigen Galaxienhaufen, der eine große Anziehung auf ihre Massen ausübt. Beim Zusammenprall entstehen Schockwellen.
Die Gaspartikel werden auf ein Vielfaches der Schallgeschwindigkeit beschleunigt, am schnellsten sind die Partikel in der nach außen anwachsenden Schockwelle.
In diesem Prozess entstehen Teilchen mit ultrarelativistischen Energien, was bedeutet, dass der Energiegehalt eines Partikels seine Ruhemasse um viele Größenordnungen übersteigt.
Diese Wellen um den Ort des Crashs werden also zu kosmischen Teilchenbeschleunigern, außerdem verursachen Elektronen, die mit entsprechender Geschwindigkeit durch intergalaktische Magnetfelder sauen, eine elektromagnetische Strahlung, was also folglich ein Strahlungsmuster theoretisch erzeugen sollte.
Forscher glauben, dass es sich um eine gigantische ringförmige Strahlungsstruktur um den Haufen handeln müsste, die man als elektromagnetische Signale für Spuren der Schockwellen eines Materieflusses großen Maßstabs interpretieren könnte.
Doch sicher ist dies noch nicht, da andere Forscher der Auffassung sind, dass diese Spuren, also die Strahlungsstruktur ebenfalls entstanden sein können, indem gleichgroße Galaxien ineinander gestürzt und verschmolzen sind. Am Ende dieser Fusion hätte dies die genannten Schockwellen zur Folge gehabt, die ähnlich wie eine Tsunmawelle in flachem Wasser immer mehr an Intensität zugenommen hätte. Dies konnte bereits im Galaxiehaufen Abell 3667 beobachtet werden.
Eins ist jedenfalls sicher: diese anwachsenden Wellen sind nach wie vor interessant, denn wenn sie als mögliche Quelle für ultrahochenergetische komische Strahlung gelten, könnte man mehr über diese herausfinden, viel ist dazu leider noch nicht bekannt.